Küchengeflüster


Hier findest du alles was mich grade bewegt und beschäftigt. Zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit, unsere Zukunft, und ein paar "FunFacts" die ich in meinem Studium lerne und gerne mit euch teilen will. Lasst mir gerne Kommentare da, damit ich weiß was euch so bewegt und welche Themen euch interessieren :-)


Hassliebe - 3. Semester Oecotrophologie

Wie ihr bereits wisst studiere ich mittlerweile im 3. Semester Oecotrophologie - mein absolutes Wunschstudium - auch wenn ich in den ersten beiden Semesters so meine Zweifel daran hatte. Wieso Zweifel? 
Naja, die ersten beiden Semester sind, wie vermutlich in den meisten Studiengängen, wenig konkret und noch recht allgemein um einen Einstieg in die Materie zu bekommen. 
Als frischer Student kann das allerdings schonmal ganz schön ernüchternd sein. Ich bin mit 200% Motivation in dieses Studium eingestiegen, hatte einen riesigen Wissenshunger und wollte unbedingt wissen was z.B. an den 100.000 Ernährungsmythen die überall kursieren wirklich dran ist oder ob man mit der richtigen Ernährung tatsächlich "heilen" kann. All solche Fragen hatte ich in meinem Kopf und wollte so schnell wie möglich Antworten finden. Was ich dabei aber gekonnt verdrängt hatte war, dass man, um solche Fragen beantworten zu können, erstmal viiiele Grundlagen braucht. Und genau diese mussten wir uns in den ersten beiden Semestern aneignen. Welche Grundlagen das waren? Natürlich eine Wiederholung der Dinge von denen ich nach dem Abi so froh war sie hinter mir zu haben :-D

Ja und darunter fielen selbstverständlich meine Lieblingsfächer: Chemie, Physik, Mathe, Sozialwissenschaften etc. Also ein wahres Träumchen. Ich hatte dementsprechend auch des öfteren Nächte an denen ich, fertig mit den Nerven, im Bett lag und mir dachte "will ich das überhaupt?" Aber mir ist auch immer schnell danach klar geworden, dass ich so glücklich sein kann überhaupt studieren zu können, ohne danach in einem Schuldenloch zu sitzen, wie es ja in manch anderen Ländern der Fall ist. Also habe ich beschlossen meine Po-Backen zusammen zu kneifen und das so gut wie möglich durch zu ziehen (meine beste Hilfe dabei waren ein erhöhter Schokoladen-Konsum und viel Musik zum Ausgleich).

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Fleischlos - leichter gesagt als getan?

Wie ihr ja bereits wisst liegt mir eine nachhaltige Lebensart sehr am Herzen und genau aus diesem Grund mache ich mir viele Gedanken um das Thema Fleischkonsum und die Frage: "Kann man Fleisch noch guten Gewissens essen?"

Auf ein paar meiner Gedanken, die ich mir um dieses kontroverse Thema mache, möchte ich in diesem Artikel eingehen und würde mich sehr über eure Sichtweisen dazu freuen. Wie dem auch sei, jetzt erstmal viel Spaß beim lesen :-)

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10 Milliarden - woher holen wir das Protein?

10 Milliarden. Das ist die Zahl um die es sich hier dreht. Im Jahr 2050, 33 Jahre vom hier und jetzt entfernt werden 10 Milliarden Menschen unseren Planeten bewohnen und wir werden lernen müssen uns daran anzupassen. Nicht nur im Bezug auf den Platz sondern besonders in unserer Lebensweise werden wir etwas ändern müssen wenn wir mit gutem Gewissen hier leben möchten.
Mir liegt dieses Thema im Moment sehr am Herzen und ich liege oft Abends im Bett und versuche mir vorzustellen was sich alles bis dahin ändert und wie es meinen Kindern dann einmal gehen wird.


Aber jetzt erst einmal zu uns. Warum ist Protein so wichtig für den menschlichen Körper? Wir benötigen Proteine, bzw. die essentiellen Aminosäuren aus denen diese aufgebaut sind, für alle Körperfunktionen. Diese wären z.B.:
  • Der Zellaufbau/abbau/wachstum
  • Der Sauerstofftransport
  • Unser Immunsystem
  • Jede Nervenweiterleitung
  • Muskelarbeit
  • ...

Es wäre irrwitzig alle Funktionen der Proteine hier aufzulisten, weil wirklich jede Körperfunktion davon abhängig ist. Zur Deckung des täglichen Proteinbedarfs sind etwa 0,8gProtein/kg Körpergewicht notwendig. Bei einem 70kg schweren Mann wären das dann etwa 56g/Tag. Ihr seht also wie wichtig es ist auf unsere Proteinzufuhr zu achten. Denn auch unser weltweiter Proteinbedarf wird steigen.


Um noch einmal auf die Anfangsfrage zu rück zu kommen: Woher holen wir das ganze Protein?
Es ist wohl offensichtlich, dass wir das Fleisch nicht als Lösung des Problems ansehen können. Um das zu veranschaulichen hier einmal der Vergleich von Fleisch und Insekten. Insekten produzieren viel, viel weniger Treibhausgase und Ammoniak als Kühe du Schweine. Zur Aufzucht benötigen Insekten außerdem deutlich weniger Wasser und Land. Mehlwürmer z.B. mögen es von Natur aus eng.
Viele Insekten liefern dabei noch reichlich ungesättigte Fettsäuren, Eisen, Mineralstoffe, Vitamine und Fett.
Hauptgrund für die Insektenzucht sind allerdings die hochwertigen Proteine die sie liefern. Hier einmal eine Tabelle zum Proteingehalt von verschiedenen Lebensmitteln:

 

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